Reifen
Reifen gehören zu den sicherheits-relevantesten Teilen eines Automobils - wenn man bedenkt, dass die Masse von zwei Tonnen auf vier postkartengroßen Flächen verteilt ist. Hier erhalten Sie wertvolle Tipps rund um das Thema Autoreifen.
Lob für Reifen
Der MICHELIN Alpin A4 erzielte beim aktuellen Winterreifentest des Fachmagazins „AUTO ZEITUNG“ (Heft 20/2011) das Top-Prädikat „sehr empfehlenswert“. Insgesamt wurden 14 Winterreifen in der gängigen Dimension 205/55 R 16 H M+S getestet. Die kritischen Tester prüften das Fahrverhalten der Pneus in den drei übergeordneten Kategorien „Schnee“, „Nass“ und „Trocken“.
Reifenverband fordert Verschärfung
Obwohl die Vorschrift zur „geeigneten Bereifung“ in der Straßenverkehrsordnung (StVO) erst im
vergangenen Dezember präzisiert wurde, könnte es noch für die kommende Wintersaison weiter
verschärfte Vorschriften für die Fahrzeugbereifung geben.
„Seit Ende letzten Jahres gilt – vereinfacht formuliert –, dass Kraftfahrzeuge bei Glatteis, Schneematsch
oder -glätte, Eis- oder Reifglätte nur mit Winterreifen gefahren werden dürfen“, erläutert
Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-
Handwerk (BRV e.V., Bonn). „Im Auftrag des Bundesrates wird aber geprüft, ob die jetzt geltenden
Vorschriften zur ‚situativen Winterreifenpflicht‘ möglicherweise um weitere Neuregelungen ergänzt
werden sollten.“ In dem Zusammenhang ist unter anderem die Einführung einer gesetzlichen Mindestprofiltiefe
von 4 mm für Winterreifen an Pkw, Lkw und Motorrädern im Gespräch. Derzeit liegt die
Mindestgrenze für das Restprofil noch generell bei 1,6 mm.
„Reifenexperten befürworten ein Mindestprofil von 4 Millimetern für Winterreifen schon seit Jahren
– eine Empfehlung, der wir uns uneingeschränkt anschließen.“, sagt Drechsler. Denn Winterreifen
zeichnen sich durch ein spezielles Lamellenprofil aus, das ihnen auf Eis und Schnee den im Vergleich
zu Sommerreifen besseren Grip gibt. Doch die bessere Bodenhaftung ist eben nur garantiert,
wenn die Lamellen noch in ausreichendem Maß vorhanden sind – was bei weniger als 4 mm
Profiltiefe nicht mehr der Fall ist.
Außerdem soll durch Anpassung der Ausrüstungsvorschriften zukünftig möglicherweise ein Bußgeldtatbestand
für den Fahrzeughalter geschaffen werden. Zurzeit kann nur der Führer eines
Fahrzeugs bußgeldpflichtig werden, das bei winterlicher Wetterlage nicht ordnungsgemäß bereift
im Straßenverkehr unterwegs ist – der Halter hingegen bleibt verschont.
Tipps und Infos rund um Räder und Reifen sowie die Adressen von Reifenexperten in ihrer Nähe
finden Autofahrer unter www.reifen-kompetenz.de.
. . . die schlechten ins . . .
Als Testsieger nach Punkten fuhr der Goodyear Ultra Grip 8 (500 Euro pro Satz) durchs Ziel, gefolgt vom Preis-Leistunsgsieger Semperit Speed Grip2 (426 Euro). Ebenfalls mit der Note „sehr empfehlenswert“ bewerteten die GTÜ-Experten den Continental Winter Contact TS 830 (518 Euro), den Dunlop SP Winter Sport 4D (526 Euro) und den Pirelli Snowcontrol Serie 3 (498 Euro). Mit „empfehlenswert“ schnitten die Winterreifen Nokian WR 03 (438 Euro) und der Michelin Alpin A4 ab (538 Euro). Letzter im Test wurde mit „bedingt empfehlenswert“ der Fulda Kristall Control HP (450 Euro).
Bei Traktionstests auf Schnee zogen die M+S-Spezialisten von Goodyear und Dunlop souverän an den übrigen Testkandidaten vorbei. Das breite Feld der Premium-Winterreifen folgte in geringem Abstand dicht geschlossen. Nur der Fulda fiel in dieser Disziplin etwas ab.
Beim Bremsen auf schneebedeckter Fahrbahn fielen die Unterschiede bei den Testkandidaten minimal aus. Der Altmeister Conti teilte sich hier mit Goodyear den ersten Platz. Auf der Schneestraße boten Goodyear, Dunlop und Pirelli die größten Sicherheitsreserven. Auch Semperit, Conti, Michelin und Nokian waren echte Winterkönner. Einziger Ausfall: der Fulda-Reifen.
Das Profildesign der Winterreifen spielte beim Nässetest die entscheidende Rolle. Bei Aquaplaning wurden die Unterschiede deutlich. Hier hatte Goodyear die Profilrillen vorn. Ebenfalls gute Sicherheit bot der Conti. Der Rest des Testfelds zeigte kaum Unterschiede.
Kurze Bremswege bei Nässe gehen auf das Konto der Gummimischung. In dieser Disziplin stellte Semperit den Sieger, Fulda stoppte eine Wagenlänge später und belegte damit den letzten Platz.
Beim Wettbewerb um den kürzesten Bremsweg auf trockener Straße gewann Goodyear. Die Mitbewerber folgten geschlossen mit etwa zwei Metern Respektabstand. Hier war Fulda wiederum der Verlierer.
Die Unterschiede unter den Premiummarken sind deutlich geringer geworden, erklärte die GTÜ. Goodyear ist mit dem neuen Ultra Grip 8 ein guter Wurf gelungen. Er fährt den Sieg nach Ansicht der Experten verdient nach Hause, dicht gefolgt von Conti, Semperit, Dunlop und Pirelli, die allesamt sehr zu empfehlen sind. Den Reifentest im Überblick finden Sie hier.
Reifen auswuchten lassen
Autofahrer, die in den kommenden Tagen und Wochen ihre Pkw von der Winter- wieder auf Sommerbereifung umrüsten lassen, sollten darauf achten, dass ihre Räder beim Wechsel ausgewuchtet werden. Darauf weist der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV e.V., Bonn) aus gegebenem Anlass hin. „Seit der letzten Wintersaison und verstärkt auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres treten Leasinggesellschaften und Flottenbetreiber verstärkt mit der Forderung an uns heran, beim Radwechsel die Fahrzeugräder nicht mehr auswuchten lassen bzw. das Auswuchten nicht mehr bezahlen zu wollen.
Bereits eine Unwucht von zehn Gramm wirkt sich bei der Fahrt wie Hammerschläge auf das Fahrzeug aus. Es kommt zu Mehrverschleiß an Auto und Reifen sowie zu einer Ermüdung des Fahrers durch vibrierende Lenkräder. „Und da schon einmaliges Überfahren einer Bordsteinkante in ungünstigem Winkel eine Unwucht auslösen kann, sind Einbußen in punkto Fahrkomfort, -sicherheit und Fahrzeuglebensdauer quasi vorprogrammiert, wenn nicht zumindest regelmäßig beim Radwechsel die Räder wieder auf optimale Laufruhe geprüft und eingestellt werden“, erläutert Hans-Jürgen Drechsler, BRV-Geschäftsführer und Technikexperte.
Eine besondere Empfehlung haben die Experten des BRV im Hinblick auf die saisonale Umbereifung noch für Autobesitzer, deren Pkw mit Hochleistungs- oder Notlaufreifen ausgerüstet sind (auch genannt UHP- und Runflat-Reifen): Diese Hightech-Reifentypen erfordern bei der Montage auf Felgen speziell dafür ausgelegte Geräte und besonders geschultes Personal, da sie empfindlicher sind als die herkömmliche Standardbereifung. Näheres hierzu siehe unter www.sichere-reifenmontage.de.
Reifenwechsel jetzt
Zwei Mal im Jahr steht der Reifenwechsel an! Ab Ostern kommen die Winterreifen weg und die Sommerpneus drauf. Im Oktober machen dann die Sommerreifen auf der Achse wieder Platz für die Winterräder. Sobald jedoch die Frühlingssonne wärmt, sprechen die Fakten für Sommerreifen. Winterreifen nutzen sich auf sommerlichen Straßen in kürzester Zeit ab und verbrauchen zudem durch den stärkeren Abrieb mehr Sprit.
Während rund 15 Prozent der Autofahrer die Sommerreifen selbst montieren, beauftragt die Mehrheit von ihnen laut einer aktuellen Umfrage die Fachleute im Kfz-Betriebe mit dem Wechsel und parkt die Winterpneus am liebsten in der Reifengarage.
Rundum-Check im Kfz-Betrieb
Die Reifenexperten überprüfen Profiltiefe, Luftdruck, Alter und ob die Reifen ausgewuchtet werden müssen. Auch das Profil sehen sie sich genau an: Haben die Reifenflanken Beulen, ist das Profil einseitig abgefahren oder sind Schnitte und Einkerbungen im Gummi? Bei der Montage achtet der Profi darauf, dass die Räder gemäß der Laufrichtung montiert werden und die Radmuttern fest gezogen sind. Bei unterschiedlich abgefahrenen Reifen sollten Autofahrer in einem Kfz-Betrieb die Fahrwerkseinstellungen überprüfen lassen. Oftmals deutet das auf defekte Stoßdämpfer oder eine falsche Fahrwerksgeometrie hin.
„Abgefahrene Reifen sind ein Sicherheitsrisiko, denn mit jedem Millimeter weniger Profil, verlängert sich der Bremsweg“, erklärt ZDK-Pressesprecher Ulrich Köster. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich ein Profil von mindestens drei Millimetern – auch wenn der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter vorschreibt. Steht für die Kontrolle kein Messgerät zur Verfügung, hilft auch eine Ein-Euro-Münze: Der drei Millimeter breite Goldrand sollte gänzlich in den Reifenrillen verschwinden.
DOT-Nummer verrät das Reifenalter
Eine entscheidende Rolle spielt das Alter der Reifen: Die Weichmacher im Gummi sind nach einigen Jahren ausgedünstet, der Reifen nutzt sich zwar nicht mehr merklich ab, hat aber aufgrund der verhärteten Oberfläche viel weniger Bodenhaftung. Brüchige Pneus könnten plötzlich platzen und das Fahrzeug ins Schleudern bringen. Die DOT-Nummer auf der Flanke gibt Autofahrern Auskunft über das Alter: Die letzten vier Ziffern stehen für die Herstellungswoche und das Herstellungsjahr. Beispiel 4110: Die 41 steht für die Produktionswoche, die 10 für das Produktionsjahr 2010.
Wer die Reifen seines Autos eigenhändig wechseln möchte, sollte das Fahrzeug auf einem festen und ebenen Untergrund mit dem Wagenheber aufbocken und die Handbremse anziehen. Dann können die Winterräder gelockert, abgeschraubt und beschriftet werden. Die neu montierten Räder sollten am besten über Kreuz mit einem Drehmomentschlüssel festgezogen werden. Die Reifen immer achsweise wechseln und darauf achten, dass das Gummi mit dem besseren und größeren Profiltiefe auf die hinteren Räder kommt, da die Hinterachse am Fahrzeug für die Spurstabilität zuständig ist. Danach zieht man die Sommerräder an und kontrolliert abschließend den Luftdruck.

Bei Nässe schieden sich "gut und böse"
Reifentest
Der ADAC hat auch in diesem Jahr wieder die Sommerreifen getestet. Dabei unterscheidet ein über 22 Meter längerer Bremsweg auf nasser Fahrbahn unterscheidet einen Testsieger vom Schlusslicht. Im Ernstfall kann das über Leben und Gesundheit entscheiden. Trotzdem steht den Autofahrern mit zwölf "guten" und elf "befriedigenden" Modellen eine ausreichende Auswahl an Reifen zur Verfügung, um gut über den Sommer zu kommen. mehr
Preise klettern
Nach Informationen des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV,
Bonn) werden die kommenden Monate von starken Preiserhöhungen bei Pkw-, Motorrad- und
Nutzfahrzeugreifen geprägt sein. Der Verband geht von Preissteigerungen von bis zu 25 Prozent
aus. Worin die Gründe liegen, lesen Sie hier.
Reifenhandel freut sich
Der deutsche Reifenhandel freut sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010. Worin die Gründe liegen, erfahren Sie hier.
Schneeketten
Es gibt nicht nur eine Winterreifenpflicht, sondern auch eine Schneeketten-Pflicht. Einzelheiten erfahren Sie hier.
Winterreifen knapp
Es ist jedes Jahr das Selbe: Kaum fällt der erste Schnee, wollen alle Winterreifen haben. Wer seinen Wunschreifen oder aber den aktuellen Testsieger haben möchte, sollte sich sputen, denn der Reifenhandel befürchtet Engpässe. Lesen Sie hier mehr . . .
Reifenlabel
Laut nachgedacht wird über ein neues EU-Reifenlabel. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.
Winterreifen
Seit ein Gericht die "Winterreifenpflicht“ der Straßenverkehrsordnung für verfassungswidrig erklärte, herrscht Verunsicherung. Doch nicht nur die Experten sind sich einig: Die bisher geltende Vorschrift ist weiterhin gültig und höchst sinnvoll. Markenreifen-Anbieter wie Goodyear, aber auch Fachzeitschriften, Automobilclubs und andere Institutionen haben immer wieder mit umfangreichen Tests bewiesen, dass die Verwendung von Winterreifen richtig und wichtig ist. Und diese Botschaft ist bei der Mehrheit der Autofahrer auch angekommen. Denn die Verwendung von Winterreifen ist quer durch Deutschland für die Mehrheit der Autofahrer eine Selbstverständlichkeit – ganz unabhängig von allen gesetzlichen Regelungen.
Die norddeutschen Richter hatten in ihrem Urteil erklärt, dass die in § 2 Abs. 3a festgelegte Pflicht zu „geeigneter Bereifung“ letztlich zu unklar formuliert sei (OLG Oldenburg, Az. 2 SsRs 220/90). Sie stellen dabei nicht den Sinn von Winterbereifung an sich Frage, sondern bemängelten die fehlende Bestimmt¬heit der in der StVO verwendeten Begriffe. Dieser Überzeugung schließen sich viele an. So begrüßten Verbände, aber auch führende Anbieter wie Goodyear das Urteil als Chance für die Gesetzgebung, eine Präzisierung vorzunehmen. Die Rechtsvorschrift ist durch das Urteil allerdings keineswegs außer Kraft gesetzt worden. Denn die Entscheidungsbefugnis des OLG gilt nur für den verhandelten Einzelfall, bei dem ein Autofahrer mit ungeeigneter Bereifung im Winter einen Unfall verursacht hatte. Auch weiterhin können und werden bei winterlichen Verkehrskontrollen die Beamten wie bisher die Bereifung kontrollieren. Trotzdem bleibt ein großes Maß an Unsicherheit bestehen, zumal die Behörden in den Bundesländern sich für unterschiedliche Vorgehensweisen entschieden haben. So muss der Gesetzgeber auf Bundesebene nun entscheiden, wie eine künftige Regelung aussehen soll. Doch bis zu einer Novellierung des Gesetzes kann noch eine ganze Zeit ins Land gehen.
Viele Autofahrer finden auf die Diskussion rund um die Winterreifenpflicht ohnehin eine klare Antwort: Sie rüsten im Sinne der Sicherheit in jedem Fall um. „Von Oktober bis Ostern sind Winterreifen in aller Regel die sichere Wahl“, sagt Holger Rehberg, Reifenspezialist bei Goodyear. „Moderne Winterreifen sind mit ihrer ganzen Konzeption auf das Fahren bei den typischen Straßenzuständen in der kalten Jahreszeit zugeschnitten. Ob Kälte, Glätte, Regen oder Schnee: Wenn es auf der Fahrbahn winterlich zugeht, sind Winterreifen mit ihren Lamellenprofielen und weichen Gummimischungen gegenüber Sommerbereifung überlegen.“
Auch bei Verbrauchern hat sich diese Erkenntnis in den vergangenen Jahren immer stärker durchgesetzt. Bei einer exklusiven Goodyear-Studie mit weit über 6.000 Autofahrern in ganz Deutschland kamen die Marktforscher zu eindeutigen Ergebnissen. 87 Prozent aller Autofahrer sind in der kalten Jahreszeit auf Winterreifen unterwegs, weitere acht Prozent vertrauen auf die (insbesondere in etwas schneeärmeren Regionen beliebten) Ganzjahresreifen. Anders herum gesagt: Nur jedes zwanzigste Fahrzeug ist falsch bereift unterwegs. Noch deutlicher wird das Bild beim Blick auf die schneereicheren Regionen, die sich von den mittelgebirgsreichen Bundesländern NRW, Hessen, Thüringen nach Süden bis Bayern ziehen. Hier waren in der Wintersaison 2009/2010 im Schnitt 90 Prozent aller Autofahrer auf Winterreifen unterwegs.
Wer ohne Winterreifen unterwegs ist und bei winterlichen Straßenverhältnissen in einen Unfall verwickelt wird, muss sich unter Umständen grobe Fahrlässigkeit vorwerfen lassen. In der Vollkaskoversicherung kann der Versicherer seine Leistung je nach Höhe des Verschuldens grundsätzlich kürzen. „Es lohnt sich, seine Kasko-Versicherungsbedingungen mit Blick auf diesen Einwand der groben Fahrlässigkeit zu prüfen“, rät Claudia Herrmann, Sprecherin Sach- / Haftpflichtversicherung bei der Allianz. Denn viele Versicherer, wie zum Beispiel die Allianz, verzichten gegenüber ihren Kunden mit Ausnahme weniger Sonderfälle (etwa alkoholisiertem Fahren) auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit. Die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt grundsätzlich den Schaden des Unfallopfers, auch wenn der Unfallverursacher mit ungeeigneten Reifen gefahren ist. „Der Fahrer muss allerdings mit Regressansprüchen bis maximal 5.000 Euro rechnen, wenn die ungeeignete Bereifung ursächlich für das Schadenereignis war.“
Die grundsätzliche Absicherung durch die Versicherung ist damit kein Freibrief für den Verzicht auf Winterreifen. Schließlich dienen die Sicherheitsreserven, die eine geeignete Bereifung in der kalten Jahreszeit bietet, auch dem eigenen Schutz und dem Schutz Dritter. Es bleibt also bei der Erkenntnis: Durch den Winter fährt man am besten mit modernen Marken-Winterreifen – dann ist man in jeder Beziehung auf der sicheren Seite.
Sparsamere Reifen
Seit Ende letzten Jahres ist es amtlich: Ab 1. November 2012 dürfen Fahrzeugneureifen nur noch
mit einem häufig Öko-Label genannten Kennzeichen verkauft werden, das – in ähnlicher Form wie
bei der von Elektrogeräten bekannten Energiekennzeichnung – Aufschluss über ihre Kraftstoffeffizienz
(Rollwiderstand), ihr Abrollgeräusch und ihre Haftung auf nassen Fahrbahnen gibt. So
schreibt es die EU-Verordnung 1222/2009 vor... Lesen Sie mehr
Effizienter Griff
Ein Verbrauchsvorteil von rund zehn Prozent gegenüber konventionellen Reifen – das Einsparpotenzial des Goodyear EfficientGrip belegen unabhängige durchgeführte Tests wie in Heft 31-09 der Auto Bild. Vor dem Hintergrund drohender Strafen bei zu hohen Flottenverbräuchen kann sich kein Autohersteller mehr erlauben, eine solche Möglichkeit, den Kraftstoffkonsum substanziell abzusenken, nicht umzusetzen. So erklärt sich, dass der Leichtlauf-Reifen von Goodyear bereits ein Jahr nach seiner Markteinführung auf 18 Modellen in der Erstausrüstung verbaut wird.
Vom Ringen um mehr Energieeffizienz sind mittlerweile auch solche Fahrzeuge nicht mehr ausgenommen, die noch wenigen Jahren ausschließlich auf Luxus, Leistung und Prestige hin entwickelt wurden. Deshalb rollt auch der aktuelle Rolls-Royce Ghost ab Werk verbrauchsoptimiert auf einer zudem pannensicheren RunOnFlat-Version des EfficientGrip in der Dimension 255/50R19 103Y ROF *RSC. Einen Stern in der Größenangabe tragen alle Reifen, die speziell für die Marken der BMW-Group hergestellt werden, und „RSC“ steht für „Runflat System Component“. Auch der BMW X1 lässt sich je nach Kundenwunsch an der Vorderachse oder rundum mit dem EfficientGrip in 225/45R18 91V/W ROF *RSC ausrüsten. Für eine noch sportlichere Optik steht für die Hinterachse auch die Größe 255/40R18 95 V/W ROF *RSC zur Verfügung.
Audi rüstet sein Renommier-Modell A8 ebenfalls mit dem EfficientGrip aus. Am Band in Neckarsulm wird der Goodyear-Reifen in der Dimension 235/55R18 104Y XL AO verbaut. Die Abkürzung „AO“ in der Typenbezeichnung und auf der Seitenwand des Reifens steht dabei für „Audi Original“. Das Erfolgsmodell A3 rollt ab Werk ebenfalls auf EfficientGrip. Hier kommt der Spritsparer in 205/55R16 91W AO zum Einsatz.
Mercedes nutzt den geringen Rollwiderstand des EfficientGrip für die neue E-Klasse. Die Stuttgarter verbauen die Größen 245/45R17 95W MO und 245/45R17 99Y MO XL ab Werk.
Während der Fluence, Renaults neues Stufenheckmodell in der Kompaktklasse, schon mit EfficientGrip in 205/60 R 16 92H zu haben ist, wird die elektrifizierte Variante Fluence Z.E. nicht vor dem Jahr 2011 kommen. Bereits jetzt steht fest: Auch das Null-Emissions-Modell wird mit dem Leichtläufer ausgestattet. „Da sich bis zu 20 Prozent des Energieverbrauchs eines Pkw auf die Reifen zurückführen lassen, stellt deren Rollwiderstand insbesondere bei einem batteriebetriebenen Fahrzeug einen wichtigen Parameter dar“, erklärt Jean-Pierre Jeusette, Direktor für Technologie und Leiter der Entwicklung von Pkw-Reifen für Europa, Nahost und Afrika bei Goodyear. „Renault wollte einen Reifen mit äußerst geringem Rollwiderstand und gleichzeitig sehr gutem Trocken- und Nassverhalten. Vor dem Hintergrund der Leistungsfähigkeit des EfficientGrip auf dem aktuellen Megane wurde Goodyear als exklusiver Partner ausgewählt“.
Runde Sache
Nach dem Ende des Winters steht nicht nur der Reifenwechsel an. Aus Sicherheitsgründen, raten die Experten der Kfz-Innung dazu, die Reifen vor der Montage auch auszuwuchten. Denn schon eine Unwucht von zehn Gramm wirkt bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h durch die Fliehkraft wie ein Gewicht von 2,5 Kilogramm. Und das spürt auch der Autofahrer: Das Lenkrad flattert, und das Auto vibriert. Dass bereits eine geringe Unwucht auch Folgeschäden an der Lenkung, Reifen, Radlager oder Radaufhängung eventuell nach sich zieht, wissen wenige Autofahrer.
Vielfahrern, die mehr als 15 000 Kilometer mit einem Reifensatz zurücklegen, raten die Kfz-Meisterbetriebe sogar zu einer zusätzlichen Kontrolle, um auch einem eventuellen unregelmäßigen Reifenverschleiß im wahrsten Sinne des Wortes auf die Spur zu kommen. Hier nutzen die Fachleute eine Maschine, in der die Reifen gedreht werden. Mit kleinen Gewichten an der Felge gleichen sie die Unwuchten aus. Der Reifen läuft wieder optimal rund.
Aussichten "moderat"
Das Geschäftsjahr 2009 brachte dem Reifenhandel in Deutschland ein unerwartetes Plus im Reifenersatzgeschäft mit so genannten Consumer Reifen (Pkw, Off-Road- und Leicht-Lkw-Reifen; Absatz Handel an Verbraucher). Die Mengenabsätze von Lkw- und Motorradreifen sowie in den Nischensegmenten der Fahrzeuge für Land- und Bauwirtschaft waren hingegen zum Teil stärker rückläufig als erwartet. Für das Jahr 2010 rechnet der Bundesverband Reifenhandel und
Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV, Bonn) mit einer über alle Produkstegmente gesehen moderateren Entwicklung.
Reifenhandel
Im deutschen Reifenfachhandel gibt es derzeit rund 2.100 Unternehmen mit insgesamt gut 4.300 Betriebsstätten. Damit ist die Zahl der Marktakteure in der relativ kleinen Branche der Experten rund um Räder und Reifen im letzten Jahr nicht nennenswert gewachsen. Das war nicht immer so, denn seit Beginn der neunziger Jahre hat die Anzahl der Handelsunternehmen in der Reifenbranche um rund 17 Prozent, die Zahl der von diesen Unternehmen geführten Betriebsstätten sogar um knapp 25 Prozent - das entspricht gut 850 Outlets - zugenommen. Gleichzeitig war der Verdrängungswettbewerb um das nicht gleichermaßen mitwachsende Marktvolumen im Reifenersatzgeschäft
immer intensiver geworden.
Das belegt die vom BRV (Bundesfachverband Reifenhandel) jährlich heraus gegebene Marktstrukturanalyse in ihrer zum Stichtag 1. März 2010 aktualisierten Fassung. In dem bundesweit tätigen Fachverband der Branche sind gut 80 Prozent der Reifenhandelsunternehmen organisiert; als Reifenfachhändler im Sinne dieser Statistik zählen Unternehmen, die mindestens die Hälfte ihres Umsatzes im Geschäft mit Reifen realisieren.
Die aktuelle Erhebung zeigt erneut kaum Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Auf Unternehmensebene betrachtet, sind die einer Kooperation des freien Reifenfachhandels wie etwa point S oder Team Reifen Union angehörenden Händler mit knapp der Hälfte aller Marktteilnehmer der Branche die größte Gruppe. Die Anzahl ihrer Outlets macht rund zwei Fünftel der Betriebsstätten des Reifenhandels in Deutschland aus. Hinzu gesellen sich die verbliebenen fünf großen, ungebundenen Handelsunternehmen, die zusammen knapp zehn Prozent aller Betriebsstätten in Deutschland ihr eigen nennen. Ein knappes Prozent der Unternehmen sind im Großhandel tätig;
gut ein Zehntel der Unternehmen, in deren Regie aber nur 6,5 Prozent der Betriebsstätten geführt werden, fällt unter „Sonstige“, d.h. ist weder industriegebunden noch einer der hier genannten Gruppen des freien Reifenfachhandels zuzuordnen.
Dem freien Reifenfachhandel steht der vertragsgebundene Reifenfachhandel gegenüber, der sich zum einen aus Mitgliedsunternehmen der beiden industrienahen Kooperationen GD Handelssysteme (Goodyear/Dunlop) und First Stop (Bridgestone), zum anderen aus den industrieeigenen Filialketten Vergölst (Continental), Pneumobil (Pirelli) und Euromaster (Michelin) zusammen setzt. Insgesamt gehören dem vertragsgebundenen Reifenfachhandel fast 800 Unternehmen mit insge samt 1.900 Betriebsstätten an. Von dieser Gesamtzahl der Outlets führen die Hersteller wiederum rund 38 Prozent in ihren eigenen Filialnetzen, der Rest ist den genannten Kooperationssystemen
der Industrie zuzurechnen.
Alle Vertriebsschienen des Reifenfachhandels im engeren Sinne hatten im vergangenen Jahr einen Distributionsanteil von gut 44 Prozent der an Verbraucher verkauften Pkw-Reifen. Es folgt der Vertriebskanal Autohaus (markengebundene und freie Werkstätten) mit gut 35 Prozent. Mit einigem Abstand kommen danach Fachmärkte (Pit Stop und ATU, 12 Prozent), Online-Absatz (4,8 Prozent) und Sonstige (Baumärkte, Tankstellen; knapp 4 Prozent).
Unplattbar

Runflat-Reifen sind eine der aktuellen Neu-Entwicklungen auf dem Reifen-Markt. Foto: ProMotor
Runflat für alle!
Die neuen Modelle der Run-Flat-Generation kommen auf den Markt. Die neue Generation pannensicherer Reifen der Marken Goodyear und Dunlop zeichnet sich aus durch ein geringeres Gewicht, reduzierten Rollwiderstand sowie Komfort auf dem Niveau konventioneller Modelle. Zudem können die Notlaufreifen jetzt mit jedem Pkw gefahren werden, der über ein Luftdruckkontrollsystem verfügt.
Aufgrund des weiter verbesserten Eigenfederungsverhaltens der neuen RunOnFlat-Reifen, müssen Automobilhersteller das Fahrwerk und die Aufhängung ihrer Baureihen nicht mehr modifizieren, um ihren Kunden Mobilität und Sicherheit im Falle einer Reifenpanne zu bieten. Alle Fahrzeuge, die mit einem Reifendruck-Überwachungs-System ausgestattet sind, können mit den jetzt vorgestellten RunOnFlat-Reifen ausgerüstet werden. Ein in der neuesten Generation reduzierter Rollwiderstand und geringeres Gewicht sorgen darüber hinaus für niedrigeren Benzinverbrauch und weniger CO2-Emissionen.
Nach einem ausführlichen Testprogramm hat die unabhängige deutsche Test-Organisation TÜV SÜD die guten Fahreigenschaften der neuen RunOnFlat-Generation bestätigt. Die Prüfer attestieren den Notlaufreifen von Goodyear und Dunlop, dass sie über gleiche oder bessere Eigenschaften wie Reifen ohne Notlaufeigenschaften verfügen. Besonders hervorgehoben wurden von den Prüfern der um 13% niedrigere Rollwiderstand und die um 4% kürzere Nassbremsdistanz der RunOnFlat Reifen, die damit erheblich besser sind als die getesteten Reifen ohne Notlaufeigenschaften. Der Komfort, so TÜV SÜD weiter, liegt sowohl subjektiv als auch objektiv auf dem Niveau von Reifen ohne Notlaufeigenschaften. Die Test-Organisation bestätigt den zusätzlichen Sicherheitsgewinn, dass RunOnFlat Reifen gegenüber herkömmlichen Reifen im Falle eines Schadens noch 80 km weit mit 80 km/h gefahren werden können, so dass man im Falle einer Panne sehr sicher die nächstgelegene Werkstatt erreichen kann.
Die positiven Auswirkungen von RunOnFlat auf die Verkehrssicherheit werden von einer EU-Gesetzesinititative flankiert. Im vergangenen Jahr wurde in Brüssel die Sicherheitsrichtlinie 661 verabschiedet. Diese macht ein Reifendruck-Überwachungssystem verpflichtend für alle Fahrzeuge, die ab 2012 neu auf den Markt kommen, und ab 2014 muss jeder verkaufte Neuwagen darüber verfügen. Weil die neuen Notlaufreifen auch in komplett drucklosem Zustand noch hohe Stabilität bieten und Autofahrer einen schleichenden Reifendruckverlust unter Umständen zunächst gar nicht bemerken würden, muss ein Fahrzeug mit RunOnFlat immer auch über ein Luftdruckkontrollsystem verfügen.
Lob für Nokian
Bestnoten bekommen Nokian-Reifen immer wieder in den Tests der führenden Zeitschriften, die finnischen Premium-Reifen sind vielfache Testsieger. "Besonders empfehlenswert" lautet das "ADAC-Urteil" für den Nokian H im aktuellen Sommerreifentest des ADAC, das "test-Qualitätsurteil" von der Stiftung Warentest lobt: "Nokian H gut (2,4)". Überlegen gewann der Nokian H den Auto Club Europa ACE/GTÜ-Sommerreifentest 2009, Note "gut" geben ihm "Auto Bild" 2010 und "auto Test". Auch "sehr empfehlenswert" ist das Test-Ergebnis in diesem Jahr für den Nokian V bei der "Auto Zeitung", "gut" benotet ihn die "gute Fahrt". Noch mal "Besonders empfehlenswert" bewertet der ADAC den Hochgeschwindigkeitsreifen Nokian Z G2 im UHP-Sommerreifentest 2009 (UHP = Ultra High Performance). "Empfehlenswert" heißt das "auto motor und sport"-Urteil, genauso das von "Auto" und "Firmenauto". Als "vorbildlich" zeichnet "Auto Bild allrad" den SUV-Premium-Reifen Nokian Z SUV in ihrem neuesten Geländewagen- und SUV-Sommerreifentest aus.
Die ADAC-"Kurzkritik" bewertet den Nokian H äußerst lobend: "+ Sehr ausgewogener Sommerreifen mit Bestnote auf trockener Fahrbahn + gut auch auf Nässe." Bei den Testkriterien Trocken erhielt der Nokian H die Note 1,8, bei Nass 2,3, im Kraftstoffverbrauch 2,6 und beim Verschleiß 2,7. Seine hohe Sicherheit beweist der Nokian-Reifen exzellent in den wichtigen Fahrqualitäten Handling nass mit Zensur 1,5, Fahrstabilität trocken 1,6 und Kurve nass mit 2,0. Die Zeitschrift "test" empfiehlt den Nokian H als "Unser Rat".
Michelin dreht auf
Mit dem neuen Slogan „Der richtige Reifen macht den Unterschied“ unterstreicht der Reifenhersteller die Vorteile von MICHELIN Reifen gegenüber den Wettbewerbern. Gleichzeitig will Michelin einen Imagewandel für Pneus einleiten: weg vom „unscheinbaren, schwarzen Rundling“ hin zum Hightech-Produkt, das einen wichtigen Beitrag leistet, damit Mobilität sicherer, umweltfreundlicher und wirtschaftlicher wird. Nach dem erfolgreichen Start in den USA, Frankreich, Großbritannien und Spanien sind der neue Werbespot und die Anzeige des französischen Reifenherstellers ab sofort auch über alle deutschen Kommunikationskanäle zu sehen.
„Der Konsument soll verstehen, dass er mit seiner Wahl einen echten Vorteil erzielt“, erklärt Anke Schulz, Leiterin Werbung Michelin Deutschland, Österreich und Schweiz. Die neue Werbekampagne demonstriert, dass der Kunde allein durch die Wahl der richtigen Reifen den Verbrauch seines Fahrzeugs senken, die Sicherheit erhöhen und die Lebensdauer der Pneus steigern kann.
Mit dem Herausstellen der messbaren Produktvorteile greift Michelin dem zukünftigen EU-weiten Reifenlabel vor. Die Kennzeichnung soll es dem Kunden ab dem 1. November 2012 – ähnlich wie bei Kühlschränken – ermöglichen, die Umwelt- und Sicherheitsmerkmale von Reifen beurteilen und miteinander vergleichen zu können. Das Reifenlabel informiert über Kraftstoffeffizienz, Nassbremswege und Abrollgeräusche der Pneus.
Wohin die besseren Reifen?
Sind die Reifen auf Vorder- und Hinterachse unterschiedlich abgefahren, stellt sich die Frage: Sollten die besseren Reifen eher hinten oder eher vorne montiert werden. Selbst Reifenhändler gaben hier immer unterschiedliche Empfehlungen. Jetzt hat sich der ADAC des Themas angenommen. Der Rat des Automobilclubs: Die besseren Reifen mit mehr Profil hinten montieren. Nach Versuchen des ADAC verbessere sich die Stabilität hier erheblich, besonders bei Autos mit ESP. Aber auch bei Fahrzeugen mit ESP sei ein verbessertes Verhalten festzustellen.
ADAC Sommerreifen-Test
Der ADAC-Sommerreifen-Test ist der inoffizielle Start in die Sommerreifen-Saison. Und wenn der ADAC findet, dass Billig-Reifen kaum zu bremsen sind, so ist dies durchaus doppeldeutig gemeint. Teilweise einen fast doppelt so langen Bremsweg auf nasser Fahrbahn weisen Billig-Produkte aus Fernost auf. Insgesamt schneiden die "guten alten Bekannten" wie Pirelli, Continental, Dunlop, Uniroyl oder Michelin gut ab. In der mittleren Größe 11885/65 R15 H schneidet mit dem Nokian H aber auch ein weniger bekannter Hersteller Nokian aus Finnland, der sich kaum Schwächen im Test leistete. Zu Abwertungen führte das Fahrverhalten auf nasser Fahrbahn in dieser Reifengröße beim Michelin Energy-Saver, Goodyear Dura Grip, bei der Marke Lassa und Interstate. Die asiatische Billigmarke Goodride nervte darüber hinaus auch durch seine Geräusch-Entwicklung. Auch bei den "großen Größen floppte mit dem Goodyear Eagle F1 Asymetric ein Markenhersteller bei Nässe und wurde abgewertet, ebens wie der Vredestein Ultra Cento. Ebenfalls abgewertet wurden aus diesem Grunde die Budget-Hersteller Hankook, Nankang, Sava und Sunni. Den Schnelllauf-Test nicht bestanden haben der Wanli und Sunni.
Ausführliche Informationen hierzu finden sich unter www.adac.de/tests.
Auf Herz und Nieren getestet
Der MICHELIN ENERGY TM Saver schneidet beim aktuellen Sommerreifen-Vergleich der Stiftung Warentest im Segment für Klein- und Kompaktwagen (Dimension 185/65 R 15 H) als bester Reifen aller Wettbewerber ab. Mit einer Gesamtnote von 2,3 sichert sich der umweltschonende Leichtlaufreifen den Testsieg. Dabei heben die Reifenexperten insbesondere die hohe Wirtschaftlichkeit der Reifen hervor: „Der Leichtlaufreifen von MICHELIN bietet nicht nur einen niedrigen Kraftstoffverbrauch, sondern erweist sich auch in der Dauerprüfung als ausgesprochen verschleißfest. Der Kumho verliert sein Profil im Vergleich zum MICHELIN doppelt so schnell.“ Insgesamt unterzogen die Experten der unabhängigen Verbraucherschutzorganisation 19 im Handel erworbene Sommerreifen der Härteprüfung.
Off-Road-Reifen des Jahres
Im Rahmen der „OFF ROAD AWARDS 2010“ waehlte die Redaktion des Fachmagazins „OFF ROAD“ den BFGoodrich® Mud Terrain T/AKM2 zum „OFF ROAD Reifen des Jahres 2010“. „BFGoodrich hat es mit großem technischen Aufwand geschafft, den kompromisslosen Gelände-Reifen Mud Terrain T/A KM2 fuer viele Dimensionen mit niedrigem Geräuschniveau zu kombinieren“, begründete Ronald Partsch, Leitender Redakteur und Testchef des Fachmagazins, die Entscheidung der Experten. Der extreme Offroad-Reifen erfüllt trotz seines aggressiven Wettkampfprofils alle EU-weit vorgeschriebenen Geräuschbestimmungen und ist damit uneingeschränkt für den Straßenverkehr zugelassen.
Reifen empfehlenswert
Im aktuellen Sommerreifen-Vergleichstest des ADAC zeichnen die Reifenexperten des größten Automobilclubs in Europa den neuen MICHELIN Pilot Sport PS3 mit dem Top-Praedikat „besonders empfehlenswert“ aus. Der MICHELIN Pilot Sport PS3 wurde dem Härtetest in der Größe 225/45 R 17 W fuer leistungsstarke Kompakt- und Mittelklassefahrzeuge unterzogen. Das Fazit: „Sehr ausgewogener Sommerreifen, besonders gut auf trockener Fahrbahn, gut auch auf Nässe.“ Damit bestätigen die Spezialisten die Zielrichtung von Michelin. Der französische Reifenhersteller setzte bei der Entwicklung des Ultra-High-Performance-Reifens auf die optimale Balance von Sicherheit und Fahrdynamik auf trockener und nasser Straße.
Mangelhaft
Reifen, die über zwei Jahre alt sind, können nicht mehr als neu verkauft werden, so ein Urteil des Amtsgerichts Starnberg (AZ 6 C 1725/09). Der Käufer dürfe bei einem als neu angepriesenen Produkt erwarten, dass es nicht überlagert sei und dem aktuellen Stand der Technik entspreche. Ausführliche Interformationen finden Sie auf der Internetseite www.reifenjagd.de/reifenalter.
Lob für Michelin
Michelin wurde von internationalen Reifenexperten zum „Reifenhersteller des Jahres“ gewählt. Die hohe Auszeichnung erhielt der französische Reifenhersteller im Rahmen der „Tire Technology Expo 2010“ in Köln, der weltweit wichtigsten Fachmesse für Reifenproduktion und -entwicklung. Die Reifenexperten würdigten mit dem Preis unter anderem die Leistungen des Forschungs- und Entwicklungs-Zentrums in Clermont-Ferrand. Die Michelin Gruppe investierte in den vergangenen Jahren bedeutsame Summen und erweiterte die Forschungskapazitäten, um die Produktivität zu erhöhen und die Produktzyklen zu verkürzen. Innovative Produktionsprozesse leisten einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung in der Reifenherstellung.
Der Preis wird in insgesamt fünf Kategorien in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift „Tire Technology International“ verliehen. Bei der vergangenen Ehrung (Tire Technology Expo 2008) wurde Michelin bereits für den besonders umweltschonenden Pkw-Reifen MICHELIN ENERGYTM Saver mit der Auszeichnung „Beste Reifentechnologie des Jahres“ geehrt.
Rennreifen auf der Straße
Mit einem neuen Reifen will Dunlop im Frühjahr 2010 auf den deutschen Markt. Der neue High-Performance Reifen Dunlop GP Racer D211 basiert auf dem legendären Rennreifen D211 GP. Er vereint modernste Technologien aus dem Rennsport wie Multi Compound Laufflächen, Jointless Belt und N-TEC für Race Track und Straße. Seine Markteinführung ist für das kommende Frühjahr geplant.
Bei den Multi Compound Laufflächen vorn und hinten erstreckt sich die Gummimischung der Laufflächenmitte unterhalb der extrem haftfähigen Mischung der Laufflächenflanken bis zu den Reifenschultern. Hinten werden die Flanken zusätzlich durch zwei umlaufende Ringe mit Dreiecksprofil stabilisiert. Die damit erzielte Stabilität der Laufflächen sowie der Reifenaufbau mit zwei Nylon-Karkasslagen und zwei Aramid-Schnittgürteln vorn sowie einer Nylon-Karkasslage, zwei Nylon-Schnittgürteln und einem aufgespulten Aramid-Gürtel hinten (N-TEC Gürtel-Technologie) sollen - so der Hersteller für ein Optimum an Präzision, Feedback und Stabilität sorgen. Selbst bei Absenken des Luftdrucks für den Einsatz auf der Rennstrecke behalte der Reifen seine Stabilität und Seitenführung.
Der Dunlop GP Racer D211 wird ab dem Frühjahr 2010 in drei verschiedenen Gummimischungen in folgenden Dimensionen erhältlich sein: 120/70 ZR17 (Soft, Medium, Endurance), 160/70 ZR17 (Endurance), 180/55 ZR17 (Soft, Medium, Endurance), 190/55 ZR 17 (Soft, Medium, Endurance) sowie in 200/55 ZR17 (Soft, Medium, Endurance).
Sparsamkeit
Wer bei Werkstätten die Preise vergleicht, kann viel Geld sparen.Insbesondere bei Reifenmontage und Lagerung sind die Preise vergleichbar. Das Internet-Portal auto.de verglich bundesweit. Der Reifenwechsel schlug zwischen 20 und 120 Euro zu Buche, die Lagerung der Reifen zwischen fünf und 70 Euro.
Vorsicht vor Schnäppchen
Reifenexperten in den Kfz-Meisterbetrieben warnen vor vermeintlichen Winterreifen-Schnäppchen. Dass ein Reifen als neu angeboten werde, müsse nicht bedeuten, dass er auch wirklich „frisch“ sei. Möglicherweise handelt es sich bei einem besonders günstigen Exemplar um einen Ladenhüter, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Ärgerlich kann es außerdem werden, wenn ausgerechnet der bestellte Reifen plötzlich nicht lieferbar ist, der Winter sich aber deutlich auf den Straßen zeigt.
Reifen-Montage
Reifen im Internet bestellen wird immer beliebter. Doch wer montiert die Pneus dann? Auf der Internetseite www.reifenjagd.de findet sich eine Suche nach Montage-Partnern, die auch Reifen, die woanders gekauft wurden, montieren. Die Unternehmen werden nach einer Postleitzahlen-Suche auf der Karte angezeigt, es wird der Anfahrtsweg beschrieben, und die hier registrierten Händler geben hier teilweise auch konkrete Preis-Informationen.
Hohe Nachfrage

Autofahrer setzen immer stärker auf Winterreifen. Foto: ProMotor
Nachfrage
Große Nachfrage bei Winterreifen registriert das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe. Wie ein Sprecher betont, setzen viele Autofahrer bereits ab Oktober auf Winterpneus. Aufgrund ihrer besonderen Gesamtkonstruktion und speziellen Gummimischung bieten Winterreifen nicht nur auf Eis und Schnee, sondern auch in den Herbstmonaten ein wichtiges Sicherheitsplus. Um lange Warteschlangen im Kfz-Meisterbetrieb zu vermeiden, sei frühzeitig ein Termin für den Wechsel zu reservieren, rät der Verband. Denn wegen der hohen Nachfrage könnten nicht alle Reifenbestellungen innerhalb von 24 Stunden ausgeliefert werden. Ein generelles Verfügbarkeitsproblem bei Winterreifen gebe es jedoch nicht, denn nach Angaben des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) seien bis Ende September bereits 27 Prozent mehr Winterreifen produziert worden als im selben Zeitraum des Vorjahres.
Auto-Bild SportsCars
Wie gut sind Breitreifen im Winter? In seiner Ausgabe vom November 2009 machte der Autobild-Ableger den Test und probierte Reifen in der Breite 225/40 R 18 V auf einem Golf VI. Überraschend: In vielen Bereichen - etwa bei Aquaplaning oder Handling - schlug sich der Sommerreifen nicht schlecht. Bei Schnee allerdings versagten die Sommer-Pneus teilweise. Die Spitzengruppe nahmen Goodyear, Continental und Dunlop ein, nur durchschnittliche Werte erreichte das Pirelli-Produkt bei trockener Fahrbahn. Der Nokia-Reifen war einer der günstigsten Reifen im Test mit leichten Schwächen bei Aquaplaning, der Maxxis schwächelte bei Nässe deutlich.
ADAC Winterreifen-Test
Für die Branche ist der ADAC-Winterreifen-Test der Startschuss für die Saison, für die Käufer ein wichtiger Wegweiser durch den Dschungel der verschiedenen Größen, Produzenten und Produkte. Eigentlich seit Jahren sichere Erkenntnis: Mit Markenreifen macht man in der Regel nicht viel falsch. Viele Produkte aus Fernost, insbesondere aber China, zeigen Schwächen vor allem bei Nässe. Hinter anderen No-Name-Produkten verstecken sich große Markenhersteller, die oft, aber nicht immer, eine gute Figur machen. Überraschungen gab es bei der Größe 205/55 R16 H, hier nahmen der ESA-Tecar Super-Grip 7, der HancookIcebear W440 und der Maloya Davos vordere Plätze im Testfeld ein.
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