Reparatur
Selbst Schrauben ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Dennoch kann man so eine Menge Geld sparen. Was geht, und wovon Sie auf jeden Fall die Finger lassen sollten, lesen Sie hier.
Kratzer in der Scheibe
Meist ist es nur ein leises Klack – und schon hat die Frontscheibe des Autos einen Kratzer. Viele Autofahrer
verzichten dann auf die Reparatur des kleinen Glasschadens. „Wer allerdings zu lange mit einer defekten Scheibe fährt, riskiert einen größeren Riss, der im Endeffekt eventuell sogar platzen kann“, betont ein Sprecher der Kfz-Innung. Das muss nicht sein: Lediglich ein bisschen Zeit braucht der Autofahrer, damit die Fachleute des Kfz- Meisterbetriebs den Einschlag beheben.
Die Reparaturkosten trägt in aller Regel die Kaskoversicherung. Es gibt aber Fälle, bei denen ein Scheibentausch nötig ist. Ein Schaden im direkten Sichtfeld des Fahrers oder ein größerer Defekt von mehr als fünf Millimeter Durchmesser oder fünf Zentimeter Länge dürfen nicht mehr repariert werden. Eine neue Scheibe muss her. „Bei Steinschlagschäden imSichtfeld oder bei Rissen in der Frontscheibe könne sogar der Erfolg der nächsten Hauptuntersuchung (HU) gefährdet sein“, erklärt der Sprecher weiter.
Ob Reparatur oder Scheibentausch: Auch mit einem Glasschaden sind die Autofahrer beim Meisterbetrieb der Kfz-Innung in den besten Händen. Er kümmert sich selbstverständlich um die Schadenabwicklung, bei dem ihm „autoglas Plus“ hilft. Dieses System wurde extra für das Glasschadengeschäft des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes entwickelt, damit der Meisterbetrieb Autofahrer
im Fall der Fälle optimal unterstützen kann: Und zwar von der Schadenanalyse bis hin zum Ausgleich der Glasrechnung durch die Versicherung. Das Konzept umfasst eine moderne Softwarelösung, eine leistungsstarke Datenbank sowie hilfreiche Informationen zum Thema.
Quietschender Keilriemen
Wenn es quietscht hilft die Fachwerkstatt. Sie setzt bei jüngeren Wagentypen einen neuen Keilrippenriemen (Foto oben) ein, bei älteren Modellen einen Keilriemen.
Es ist Winter, morgens kalt. Sie wollen zur Arbeit, starten den Motor – und es quietscht und quietscht. Der Keilriemen macht sich bemerkbar. Was tun? Einfach weiterfahren, dann quietscht es eben? „Auf keinen Fall”, warnt Arnulf Thiemel, ADAC-Fahrzeugtechniker. „Am besten sofort eine Fachwerkstatt aufsuchen. Denn das Aufziehen eines Keilriemens oder Keilrippenriemens erfordert meist Fachwissen.” Grundsätzlich sollte ein neuer Riemen eingesetzt werden, wenn es quietscht. Wichtig dabei: Auch der Riemenspanner sollte kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden. Denn nur die richtige Spannung sorgt für ein langes Riemenleben. Da der Riemen neben der Lichtmaschine bei einigen Modellen auch die Wasserpumpe antreibt, muss die Fahrt sofort unterbrochen werden, wenn der Riemen ausfällt. Wer weiterfährt gefährdet sonst den Motor – er kann überhitzen.
Wie es zu dem kreischenden Riemen kommt, erklärt Markus Pirsch, Leiter Marketing Service Aftermarket bei ContiTech Antriebssysteme: „Das passiert immer dann, wenn die treibende Riemenscheibe den Riemen schneller beschleunigt als die getriebene Riemenscheibe folgen kann. Nach einiger Zeit holt die getriebene Scheibe auf – und das Quietschen verschwindet.”
Gerade im Winter kreischt der Antriebsriemen häufiger. Wenn es kalt ist und die Riemen durch niedrige Temperaturen härter und steifer werden, verlieren sie an Griffigkeit. Sammelt sich auf Riemen und Scheiben zusätzlich Feuchtigkeit, wird das Durchrutschen noch begünstigt. Aber gerade jetzt braucht die Batterie, die mittels Keilrippenriemen über die Lichtmaschine geladen wird, ihre volle Leistung. Denn bei niedrigen Temperaturen muss sie Scheibenheizung, Lüftung, Scheibenwischer, Scheinwerfer, Sitzheizung und vieles mehr mit Strom versorgen. Dabei sorgt der traditionelle Keilriemen dafür, dass der Autofahrer nicht im Dunkeln steht. Er treibt die Lichtmaschine an und überträgt die richtige Kraft, auch beispielsweise auf die Kühlwasserpumpe.
Keilrippenriemen werden als Weiterentwicklung des Keilriemens in modernen Motoren eingesetzt: Sie besitzen Rippen, die in Längsrichtung laufen. Auch Keilrippenriemen treiben neben der Lichtmaschine Nebenaggregate wie Lenkhilfepumpe oder Klimakompressor an. Sie können eine höhere Leistung übertragen und brauchen weniger Platz. Um sicher zu gehen, dass beide Riemen funktionieren, sollten diese regelmäßig gecheckt werden.
Falschbetankung
Wer versehentlich Benzin statt Diesel, oder Diesel statt Benzin tankt, hat ein Problem. Und das kann teuer werden. Wer sein Dieselfahrzeug mit Benzin betankt, riskiert einen Motorschaden. Das Ablassen des Tanks und das Reinigen kosten 150 bia 250 Euro.
Starthilfe

Fehlt der Batterie die Kraft, hilft oft nur ein Starthilfekabel. Foto: ProMotor
Starthilfe
Nach einer kalten Nacht iefert so manche Autobatterie nicht mehr genug Strom, um den Motor zu starten.Hat die Batterie einmal den Kampf gegen die Kälte verloren, kann das Auto mit einem Starthilfekabel gestartet werden. Wer es richtig machen will, stellt zunächst die Zündung sowie alle Stromverbraucher an beiden Fahrzeugen ab. Dann wird zunächst das rote Kabel mit den Pluspolen der entladenen Batterie sowie des Spenderakkus verbunden. Anschließend wird das schwarze Kabel an den Minuspol der vollen Batterie angeklemmt. Das zweite Ende des schwarzen Kabels wird an einem Metallteil des Pannenfahrzeugs wie dem Motorblock befestigt. Daraufhin werden zunächst der Spendermotor und dann das Fahrzeug mit der schwachen Batterie gestartet. Zum Schluss werden die Kabel in umgekehrter Reihenfolge wieder abgenommen, erst schwarz dann rot.
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