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Zweirad-Pflege

Auch Zweiräder benötigen Pflege, sowohl im Winter als auch während der Saison. Hier finden Sie zahlreiche Tipps, Pflegehinweise und Produkte für die richtige Zweiradpflege.

 

Tipps zur richtigen Pflege

Der Himmel ist blau, die Landstraße frei, das Motorrad liegt tief in der Kurve - ein perfekter Sommertag. Pech nur, dass das Souvenir von jeder Tour Mücken und Fliegen, Baumharz oder Honigtau auf der Maschine sind. Echte Lackfresser, die sich tief in den Lack eingraben.

Viele Motorradfahrer unterschätzen immer noch die Schäden, die von Insektenresten ausgehen. Möglichst schnell runter mit den aggressiven Naturprodukten, ist der wichtigste Tipp für Biker im Sommer!

Schritt 1: Oberflächenreinigung
Wer sein Motorrad liebt, sollte sich mehr Mühe geben, als nur den gröbsten Schmutz mit einem Hochdruckreiniger wegzublasen. Denn die Oberflächenreinigung soll das Motorrad nicht nur vom Dreck befreien, sondern auch Flecken entfernen und für neuen Glanz sorgen. Und so geht’s: Das abgekühlte Motorrad wird mit Wasser benetzt und flächig mit einem geeigneten Reiniger eingesprüht oder eingeseift. Während der Einwirkzeit von 5 bis 10 Minuten können bereits hartnäckige Verschmutzungen mit einem Schwamm entfernt werden. Anschließend wird die Maschine wieder gründlich abgespült und mit einem Autoleder trocken gewischt.

Schritt 2: UV-Schutz auftragen
Sonne schadet dem Motorradlack mehr als Regen, Schnee und Kälte. Und das auf vielfältige Weise: Insektenreste und Vogeldreck werden von UV-Strahlen geradezu in den Lack gebrannt. Empfehlenswert sind hier zum Beispiel Motorrad Pflegemittel mit UV-Schutz.

Schritt 3: Kettenpflege
Die Kette etwa alle 1.500 km gereinigt werden. Schnell setzen sich Rückstände von Teer, Kettenfett oder einfach Schmutz an der Kette ab, führen zu Leistungsverlust und vorzeitigem Verschleiß. Mit einem speziellen Kettenreiniger und einem Tuch lässt sich der im alten Fett gebundene Dreck schnell entfernen. Bei grober Verschmutzung hilft eine Bürste, die Kette wieder flott zu machen. Alle 300 bis 500 km sollte neues Kettenfett aufgetragen werden, um die volle Leistung zu garantieren. Besonders einfach in der Anwendung ist hierbei Sprühfett.

Schritt 4: Reinigung von Bremse und Teilen
Nach der Wäsche sollten alle mechanischen Bedienelemente des Motorrades mit einem Ölspray behandelt werden. Das verdrängt die restliche Feuchtigkeit, pflegt und schmiert die einzelnen Teile. Für die optimale Funktion der Bremsanlage sollten auch Bremsscheiben und -beläge regelmäßig entfettet werden. Hier hilft ein Bremsen- und Teilereiniger. Die Anwendung ist simpel: Einfach die Bremsscheiben einsprühen und wirken lassen, Nachwischen ist nicht erforderlich.
Vorsicht mit Hochdruckreinigern bei der Wäsche: Starker Wasserdruck kann der Elektrik wie Zündkabel und Zündverteiler schaden.

 

Frühlingsgefühle

Rund vier Millionen Motorradfahrer stehen in den Startlöchern. Denn jetzt beginnt die Saison für die Zweirad-Freunde. Vor der ersten Spritztour steht allerdings für Mensch und Maschine ein gründlicher Frühlings-Check auf dem Plan.

Zum Wecken aus dem Winterschlaf gehören auf alle Fälle ein Ölwechsel und eine Prüfung der Gelenke wie zum Beispiel des Schaltgestänges. Eventuell ist es dazu nötig, diese beweglichen Teile abzuschmieren. Bevor die Batterie wieder eingebaut werden kann, muss sie geladen werden. Die Beleuchtung können Biker ebenso selbst überprüfen wie die Einstellung der Vorder- und Hinterraddämpfung.

Für einen fachmännischen Check sollten Motorradfahrer allerdings einen Termin im Kfz-Meisterbetrieb vereinbaren. Dabei sei rechtzeitig die Devise, so ein Sprecher der Kfz-Innung: Denn mit den ersten Frühlingstagen wollen möglich viele Biker ihr Zweirad warten lassen.

Zum Auftrag das Fachmanns gehört unbedingt eine gründliche Inspektion der Bremsanlage, der Bremsflüssigkeit sowie der Riemen. Sofern das Zweirad über eine Kette angetrieben wird, sollte auch sie einer gründlichen Pflege unterzogen werden. Die Fachleute im Kfz-Meisterbetrieb nehmen dabei auch die Kettenglieder und Ritzel genauer unter die Lupe, als es jeder Laie kann
oder tun wird.

Besonders wichtig ist beim Motorrad das einwandfreie Funktionieren der gesamten Lichtanlage. Kein anderer Verkehrsteilnehmer ist so auf das Gesehenwerden auf der Straße angewiesen wie der Zweiradfahrer. Geprüft werden beim gründlichen Frühjahrs-Check natürlich auch die Stoßdämpfer und die Lager der Lenkung. Das weitere Augenmerk gilt der Bremsanlage und der Bereifung. Beschleunigen und Bremsen - beim Motorrad beschränkt sich der gesamte Fahrbahnkontakt auf eine Fläche, die noch nicht einmal halb so groß ist wie ein DIN A4-Blatt Papier. Nun werden noch alle Züge geschmiert und ein Blick in den Tank geworfen, der hoffentlich vor der Winterruhe voll gefüllt wurde, um Rostbildung zu verhindern.

Für den Saisonstart lohnt sich auch ein Blick auf die Ausrüstung. Denn Jacke, Hose oder Kombi, Stiefel, Helm und Handschuhe sind für den Ausflug unverzichtbar. Sollten Teile fehlen oder erneuert werden müssen, halten die Zweiradbetriebe ein umfangreiches Bekleidungs- und Zubehörangebot bereit. Für eine gute Sicht sind Kratzer auf dem Helmvisier tabu und sollten ausgetauscht werden.
Nun fehlt nur noch das richtige Feeling, dass der Biker für seinen „heißen Ofen“ zurück gewinnen muss. Am Besten startet der mit einigen Übungen, auf einem Verkehrsübungsplatz oder sogar bei einem Fahrsicherheitstraining. „Anfangs sollten es erst einmal kürzere Touren sein, bis beide wieder perfekt harmonieren“, empfiehlt der Sprecher.

 

Wartung für den Winter

Der Winter ist da, und da wird es auch beim Motorrad Zeit, sich einmal mit dem Frostschutz der Wassergekühlten auseinanderzusetzen. Dabei kommt es nicht nur auf die Frostbeständigkeit an, die durch eine entsprechende Spindel aus dem Fachhandel nachgemessen werden kann. sondern auch darauf, wie lange sich das Mittel bereits im Kühlerkreislauf befindet. Denn Frostschutzmittel verhindert auch Verkalkung, Korrossion und Verschmutzung. Daher sollte man das Kühlsystem (bitte die Anleitungen des Herstellers beachten) mit Leitungswasser ordentlich durchgespült werden, das Kühlwasser sollte aber aus destilliertem Wasser bestehen, um Verkalkungen zu verhindern, sowie aus Frostschutz bis mindestens minus 25 Grad. Nach dem Befüllen für die Entlüftung sorgen, bei den meisten Maschinen reicht dafür, den Motor dafür laufen zu lassen. ACHTUNG: Alle Arbeiten nur durchführen, wenn das Kühlwasser nicht heiß ist. Sonst besteht Verletzungsgefahr.

 

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