Rund um's Motorrad
Tipps rund um den Biker-Alltag
An dieser Stelle bekommen Sie zahlreiche Informationen rund um das Thema Zweirad.
Neuer Sound
Rennoptik, ein satter Sound und weniger Gewicht – für seine Supersportler, Sporttourer und Naked Bikes bietet Honda jetzt Auspuffanlagen von Akrapovic im Zubehörprogramm an. Die Schalldämpfer von Akrapovic gehören zu den besten der Welt: Exklusive Materialien in Verbindung mit High-Tech-Produktionsverfahren und dem handwerklichen Können der Mitarbeiter machen die Auspuffanlagen nicht nur optisch einzigartig.
Die Sportschalldämpfer sind für die Supersportler Fireblade, CBR600RR und CBR600F erhältlich, ebenso für die Naked Bikes CB1000R und Hornet 600 sowie den Sporttourer VFR1200F. Auf diese Abgasanlagen bietet Honda eine Garantie von zwei Jahren.
Freigaben
Der neue MICHELIN Pilot Road 3 ist pünktlich zum Saisonstart für einen Großteil der aktuell in Deutschland zugelassenen Naked Bikes, Sportmotorräder und Sport-Tourer freigegeben. Mit über 1.000 Freigaben, auch als Mischbereifung in Kombination mit dem MICHELIN Pilot Road 2 und MICHELIN Pilot Road, deckt der Pneu bereits wenige Monate nach dem Produktlaunch ein besonders breites Hersteller- und Modellspektrum ab.
Die Freigaben für jedes einzelne der über 250 Motorradmodelle können Händler und Kunden einfach unter www.michelin.de/motorradreifen über die Schaltfläche „Reifensuche“ finden. Dort ist gleichzeitig die „Unbedenklichkeitsbescheinigung für Reifenumrüstung an Krafträdern“ zum Herunterladen hinterlegt, die der Motorradfahrer ausgedruckt mit sich führen muss.
50 Jahre Honda
Zum 50. Jubiläum von Honda Deutschland fahren Kunden ihr Motorrad jetzt zwei Jahre lang kostenlos. Ob auf der Trendsetterin unter den Naked Bikes, der Hornet 600, oder dem Luxus-Großroller, dem SW-T600 – die neue 50/50-Finanzierung mit 0 Prozent effektivem Jahreszins macht es möglich.
Die 50/50-Finanzierung ist ein Drei-Optionen-Kredit: Der Kunde zahlt 50 Prozent des Kaufpreises an und fährt das Motorrad anschließend zwei Jahre lang kostenlos. Nach den zwei Jahren ist es möglich, die restlichen 50 Prozent
in einer Schlussrate zu bezahlen. Oder der Kunde gibt sein Bike an den Händler zurück. Möchte der Kunde das Bike weiterhin finanzieren, ist auch das möglich: die restlichen 50% können auch mit einer Anschlussfinanzierung zu einem Zinssatz von 4,99% und einer Laufzeit von bis zu 48 Monaten weiterfinanziert werden.
Das Angebot gilt ab sofort bis zum 31. August 2011 für alle Honda Motorräder, Roller und 125er.
Weitere Informationen im Internet unter www.honda.de sowie bei allen Honda Motorrad Vertragspartnern.
Neue Reifen einfahren
Motorradfahrer, die auf neuen Reifen in die neue Saison starten, sollten die ersten ein- bis zweihundert Kilometer auf eine besonders gemäßigte Fahrweise achten. Erst dann haben sich Rückstände aus der Produktion und/oder eine gegebenenfalls aufgebrachte Schutzschicht z.B. aus Silikon vollständig verflüchtigt. Diesen Tipp gibt der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur- Handwerk (BRV e.V., Bonn) allen passionierten Bikern mit auf den Weg.
Der Grund: immer wieder kommt es zu selbst verschuldeten Unfällen, weil nach der Montage von Neureifen warnende Hinweise des Reifenhändlers nicht beachtet werden und das Motorrad samt Fahrer schon kurz nach
der Ausfahrt vom Firmengelände im wahrsten Sinne des Wortes „abschmiert“.
„Nach der Montage darf der Reifen nicht sofort voll beansprucht, sondern soll erst über eine Strecke von ca. 100 bis 200 km bei gemäßigter Fahrweise eingefahren werden. Erst wenn die bei Neureifen vorhandene glatte Oberfläche im Fahrbetrieb angeraut ist, stellt sich die maximale Haftung zwischen Reifen und Fahrbahn ein“ – diese Empfehlung ist in der Leitlinie zu Motorradreifen des Wirtschaftsverbandes der Deutschen Kautschukindustrie (wdk, Frankfurt/Main) fest geschrieben und wird vom qualifizierten Reifenhandel in aller Regel an seine Kunden weiter gegeben. „Dieser technische Hinweis ist aber nicht etwa nur eine unverbindliche Empfehlung, sondern eine Regelung, die ausnahmslos und unbedingt einzuhalten ist“, betont Rechtsanwalt Dr. Ulrich T. Wiemann, Justiziar des Bonner Reifenfachverbandes.
Wer diese Einfahrvorschriften nicht beachtet, riskiert schon im normalen Fahrbetrieb, erst recht aber bei plötzlichen Brems- oder Lenkmanövern infolge der noch unzureichenden Haftung zwischen Reifen und Fahrbahndecke unkontrolliertes Verhalten der Maschine, Stürze oder sogar schwere Unfälle. Wiemann: „Das sollte jeder verantwortungsbewusste Motorradfahrer auf jeden Fall vermeiden. Hinzu kommt, dass im Fall von Schaden oder Unfall überaus fraglich ist, ob die eigene Versicherung, insbesondere Kaskoversicherung zahlt. Denn wer sich an diese Vorschriften nicht hält, handelt grob fahrlässig mit der Folge, dass der Versicherungsschutz mindestens gefährdet ist oder ganz entfallen kann.“
Events bei Kawasaki
Was geht ab bei Kawasaki? Wer wissen will, wann und wo der nächste Event rund um die grüne Marke stattfindet, der klickt einfach auf den neuen Eventkalender auf Kawasakis Kunden-Homepage (www.kawasaki.de). Dort sind alle Termine und viele Infos für die Saison 2011 hinterlegt.
Wer zum Beispiel wissen möchte, wann und wo der Team Green Live-Lkw mit kostenlosen Test Rides und vielen anderen Highlights Station macht, ist dort goldrichtig. Ebenso derjenige, der wissen will, wann die neuen Ausgaben des kostenlosen Touring-Magazins „Tourguide“ zum Download bereit stehen. Oder jener Fan, der sich über die Termine informieren will, wann Stuntprofi Oliver Ronzheimer wieder mal sein Publikum begeistert oder ein Racing-Event steigt.
Genau dafür wurde der Kawasaki-Eventkalender aufgebaut. Per Klick auf einen grün hinterlegten Tag im Kalender kann man sehen, was an diesem Tag passiert. Zusätzlich ist es möglich, alle Termine in einem Monat sortiert nach Bundesländern aufzurufen.
Frühlingsfit
Vorsichtig sollte man in die Motorrad-Saison starten, vor allem Maschine und Mensch sollten fit sein. Hier finden Sie ein paar wichtige Ratschläge.
BMW freut sich
Mit einem deutlichen Absatzzuwachs von 23,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gelang BMW Motorrad ein erfolgreicher Start im neuen Jahr. Im Januar 2011 wurden weltweit 4714 BMW-Motorräder an Kunden ausgeliefert.

Ninja mit Zusatz-Ausstattung-
Ninja-Attacke
Ab sofort ist die Ninja ZX-10R (Modelljahr 2010) ohne Aufpreis inklusive eines hochwertigen Ausstattungspakets im Wert von 1.521 Euro (UVP) erhältlich; dies kündigt Kawasaki an. Ganz gleich, ob man sich für die typische Kawasaki-Racing-Optik in Lime Green oder die schwarz-goldene Version der Ninja ZX-10R entscheidet. Beim Kauf einer Ninja ZX-10R erhält der Kunde folgende Zubehörteile kostenlos:
• Akrapovic-Carbon-Endschalldämpfer
• Höckerabdeckung
• Hinterradabdeckung
• Bubble-Scheibe
• Blinkerkit vorn
• Gel-Tankpad
• Gel-Knee-Pads
Dieses Ausstattungspaket stehe nur in begrenztem Umfang zur Verfügung, so Kawasaki. Das Angebot gelte nur, solange Vorrat reicht.
Team Green
Einen Film über das Kawasaki Team Green finden Sie hier.
Gefährliche Leitplanken
Schutzplanken bieten den Autofahrern im Straßenverkehr eine zusätzliche Sicherheit. Für Motorradfahrer dagegen können sie zur tödlichen Falle werden. Die Experten des Instituts für Zweiradsicherheit (ifz) appellieren deshalb an die Straßenbaubehörden, erprobte Schutzsysteme zu warten oder nach Möglichkeit durch neue Systeme mit höherer Wirksamkeit zu ersetzen.
Des einen Freud, des anderen Leid: Während Schutzplanken für vierrädrige Verkehrsteilnehmer einen nützlichen Schutz bieten, sorgen ihre scharfkantigen Trägerpfosten immer wieder für böse Verletzungen bei Zweiradfahrern. Stürzen diese, rutschen sie oftmals über die Straße und prallen mit voller Wucht gegen die Stahlträger.
Die schlimmsten Folgen dieses Aufpralls verhindern so genannte Schutzplankenprotektoren an den Trägerpfosten. Sie bestehen aus Styroporformteilen, die als dicker Mantel um die Pfosten gelegt werden und finden an Strecken Verwendung, die besonders gerne von Motorradfahrern genutzt werden. Neuere Systeme, die einen Anprall an die Pfosten nicht nur entschärfen, sondern verhindern, sind ebenfalls im Einsatz. So gibt es den so genannten „Unterfahrschutz“, eine zusätzliche Schutzplanke, die unterhalb der Planke knapp über dem Boden montiert wird und damit ein Unterrutschen bzw. einen Anprall an das Pfostensystem verhindert.
Doch so lange die neuen Systeme nicht großflächig installiert sind, müssen die vielfach verwendeten Pfostenummantelungen regelmäßig gewartet werden, denn sie haben nur eine begrenzte Lebensdauer.
„Schutzplankenprotektoren unterliegen einem Verschleiß, dem nicht genügend Rechnung getragen wird“, bemängelt Matthias Haasper vom ifz. „Witterungseinflüsse und äußere Beschädigungen können die Schutzwirkung nachhaltig beeinträchtigen“.
Auch landschaftsbauliche und verkehrstechnische Pflegemaßnahmen am Straßenrand können ein vorzeitiges Aus für die rettenden Styropormäntel bedeuten. „Beim Schnitt von Gras und Büschen am Straßenrand wird so mancher Protektor durch Mähbalken zerstört“, so Haasper. Kontroll- und Wartungsarbeiten sollten deshalb nach ifz-Meinung intensiviert werden.
An die Motorradfahrer, Straßenbaubehörden, Städte und Gemeinden richten die Essener den Appell, Schutzplankenpfosten regelmäßig zu kontrollieren. Langfristig sollte es möglich sein, die anfälligen Systeme durch neuere Sicherheitseinrichtigen zu ersetzen.
Informationen zu diesem Thema und über weitere straßenbauliche „Problemzonen“ liefert die ifz-Broschüre „Motorradfreundlicher Straßenbau”, die gegen Einsendung eines mit 0,77 Euro frankierten
C5-Rückumschlags beim Institut für Zweiradsicherheit, Gladbecker Straße 425, 45329 Essen, Telefon 0201/83539-0 angefordert werden kann. Weitere Informationen unter www.ifz.de
Rund um die Urlaubsfahrt
Motorradreisen bei Sommerwetter – ein Riesenspaß trotz Anstrengung. Denn gerade längere Touren im In- und Ausland sind körperlich höchst anspruchsvoll. Damit Sicherheit und Erholung trotzdem nicht auf der Strecke bleiben, präsentiert das Essener Institut für Zweiradsicherheit (ifz) aktuelle Tipps zur optimalen Vorbereitung. Lesen Sie hier weiter.
Schlechte Noten
Bei einem Test von Motorrad-Werkstätten, gemeinsam durchgeführt von ADAC-Motorwelt und "Motorrad", stellten die Journalisten fest, das nur ein Viertel aller getesteten Motorrad-Werkstätten alle eingebauten Mängel entdeckt hatten. Vier der 32 Werkstätten erhielten sogar ein Mangelhaft
Fragen auf Antworten
Wer kennt das als Eigner eines Motorrads nicht? Immer genau dann, wenn man die Bedienungsanleitung seines Fahrzeugs gebrauchen könnte, ist sie nicht auffindbar. Um problemlos an die nötigen Infos heranzukommen, hat Kawasaki nun eine Service-Rubrik auf seiner Kunden-Homepage eingerichtet. Hier finden sich außerdem wichtige Angaben zu Reifenlisten und Leistungsänderungen sowie klärende Antworten auf häufig gestellte Fragen von Kunden – die sogenannten FAQs, die „Frequently Asked Questions“.
Diese Antworten umfassen Auskünfte über Fahrzeugpflege und Überwinterung, Garantie, Inspektionen, Service, Kundendienst, Kraftstoffe, Kulanz, Lacke, Öle, Prospekte, Reifen, Rückrufe, Schlüssel, Wegfahrsperre, Werkstatthandbücher, Zulassungsdokumente, Datenblätter, Bescheinigungen etc. Also alles Themen, die den Kawasaki-Fahrer im Umgang mit seinem Bike beschäftigen.
Die neue Service-Rubrik findet man unter www.kawasaki.de
Sicherheit auf dem Bike
Welche Bedeutung Motorrad-Bekleidung für die eigene Sicherheit hat, zeigt dieser Video-Beitrag auf unserer Seite, produziert vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat.

Zur Motorrad-Wallfahrt ttrafen sich evangelische und katholische Geistliche.
Wallfahrt auf zwei Rädern
18 motorisierte Wallfahrer trafen sich jetzt an der Kapelle zur „Hilligen Seele“ bei Paderborn/Dörenhagen, um sich gemeinsam auf den Weg zum Ökumenischen Kirchentag in München zu machen. Nach einem Wortgottesdienst in der Kapelle stiegen sie auf ihre Maschinen und nahmen die erste Etappe ihres Weges in Angriff. Erster Zwischenstopp auf dem Weg in die bayrische Landeshauptstadt ist Erfurt
Die katholischen und evangelischen Motorradfahrerinnen und -fahrer kommen aus Enger, Minden, Bielefeld, Dortmund, Herne, Castrop-Rauxel, Werl, Bergisch Gladbach, Detmold und Bad Lippspringe. Geleitet wird die Gruppe von den Dekanatsreferenten Wolfgang Koch (Dekanat Hellweg), Peter Pütz (Dekanat Bielefeld-Lippe) und Thomas Mehr (Dekanat Herford-Minden).
Die geplante Gesamtstrecke umfasst 1600 km und führt am Sonntag von Paderborn Richtung Erfurt, am Montag geht es durch den Thüringer Wald nach Muldenhammer bei Plauen, am Dienstag über die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg nach Haibach bei Regensburg, bevor die Gruppe am Mittwoch pünktlich zur Eröffnung des ÖKT München erreichen wird. Für den Donnerstag und Freitag steht die Teilnahme am Kirchentag im Mittelpunkt. Am Samstagmorgen bricht die Gruppe wieder zur Heimreise auf, die durch eine letzte gemeinsame Übernachtung in Ochsenfurt bei Würzburg unterbrochen wird.

Klar, dass Biker langsam ungeduldig auf die ersten Ausfahrten warten. Bis dahin sollten sie aber die Zeit nutzen, um sich und die Maschine nach der Winterpause wieder fit zu machen. Mit dem Frühjahrs-Check beauftragt man am besten einen Meisterbetrieb der Kfz-Innung. Die Fachleute verfügen über das nötige Wissen und die erforderlichen Werkzeuge, um das jeweilige Modell für die Saison vorzubereiten. Foto: proMotor
Schneller zur "Pappe"
Der Bundesinnungsverband für das deutsche Zweirad-Mechaniker-Handwerk (BIV Zweirad) setzt sich für ein verändertes Führerscheinrecht bei Motorrädern ein. Ziel sei es, künftig an den Erwerb des Pkw-Führerscheins B automatisch die Lizenz für
Leichtkrafträder (A1) zu koppeln, betonte ein Sprecher des Verbandes.
Außerdem sollten bereits 15-Jährige die Prüfung für Kleinkrafträder ablegen können. Beide Regelungen bedeuten ein großes wirtschaftliches Potential für den Zweiradhandel. Damit könnte die Branche existenziell unterstützt sowie Insolvenzen und Geschäftsaufgaben entgegengewirkt werden, be- kräftigte der Verbandssprecher weiter. Denn in den vergangenen Jahren musste das Zweirad-Geschäft eine sinkende Nachfrage nach Klein- und Leichtkrafträdern verzeichnen. Rund 100 000 Motorräder weniger wurden 2009 im Vergleich zu 1999 zugelassen. Zudem legen immer weniger Bundesbürger den Führerschein für die Klassen A und A1 ab. In den Jahren 2002 bis 2008 sank die Zahl der neu ausgestellten Führerschein-Papiere um fast ein Drittel. Die EU-Länder Belgien, Italien, Spanien, Frankreich und Österreich haben die neue Richtlinie bereits umgesetzt. Für Deutschland könnte die Regelung ab 2013 gelten.
Dekra-Studie
Ab sofort steht der neue DEKRA Verkehrssicherheitsreport Motorrad 2010 unter www.dekra.de/de/verkehrssicherheitsreport-2010zum Download bereit. Zudem können Interessenten die Studie auch online durchblättern. Im Mittelpunkt des dritten Verkehrssicherheitsreports der DEKRA Automobil GmbH steht die aktive und passive Sicherheit von Motorrädern. Denn Motorradfahrer sind nach wie vor die Verkehrsteilnehmer mit dem höchsten Gefährdungsgrad auf unseren Straßen. In der Europäischen Union ist das fahrleistungsbezogene Risiko, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, für Motorradfahrer 18-mal höher als für Pkw-Fahrer.
Das Autoren-Team der Sachverständigen-Organisation DEKRA zeigt auf 56 Seiten den neuesten Stand der Motorradsicherheit auf. Anhand von Statistiken und Auswertungen von Daten aus Deutschland und ausgewählten europäischen Ländern macht die Studie deutlich, in welchen Bereichen das größte Optimierungspotenzial zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Motorradfahrer liegt. In der Publikation werden den mit dem Motorrad befassten Politikern, Verkehrsexperten, Fahrzeugherstellern, wissenschaftlichen Institutionen und Verbänden Denkanstöße und Lösungsansätze gegeben, die zu einer sachlichen Diskussion über mögliche Verbesserungen beitragen. Weiter gibt der Report den Motorradfahrern Empfehlungen an die Hand, wie sie durch eigenverantwortliches Handeln Unfälle verhüten können.
Eingebrochen
Eingebrochen sind die Zulassungszahlen für Motorräder in den ersten Monaten des Jahres. Grund ist offenbar der ungewöhnlich lange und harte Winter in Deutschland. Es kamen fast 50 Prozent weniger Motorräder in neue Hände. BMW hat sich mit sechs Modellen unter den Top-Ten platziert, Honda mit seiner VFR 1200 F ist deutlich abgeschlagen Zweiter hinter dem Spitzenmodell und nimmt Platz 5 mit der Fireblade ein. Kawasaki landet mit seiner Z750 auf dem 9. Rang.

Erst wenn Fahrer und Maschine nach der Winterpause wieder topfit sind, kann es sicher auf Tour gehen. Foto: dpp/Allianz
Schocker-Spot
Mit einem Kinospot wendet sich die nordrhein-westfälische Polizei an Motorradfahrer. "Sorgen von Angehörigen und Freunden sind stille Beifahrer. Sie können dem Motorradfahrer nicht auf die Schulter tippen, wenn er zu schnell unterwegs ist", sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf in Paderborn beim Start der landesweiten Anti-Raser-Kampagne für Motorradfahrer "Komm gut an! Sieger rasen nicht!". (Den Spot finden Sie auch auf unserer Seite)
"Rasende Biker gefähr-den sich und andere. Wir wollen sie für die berechtigten Sorgen der Angehörigen sensibilisieren und so dazu bringen, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren", erläuterte Innenminister Wolf anlässlich der Präsentation des Kinospots zur Kampagne. Die Kampagne soll dazu beitragen, die Zahl der Unfälle mit Motorrädern weiter zu senken. Der neue Kinospot läuft in den nächsten Wochen in den Paderborner Kinos und später in den anderen Regionen des Landes. Außerdem werden alle Polizeibehörden den Kurzfilm nutzen.
Im ersten Quartal 2010 hat die nordrhein-westfälische Polizei 292 Verkehrsunfälle mit Motorrädern registriert. Das gute Aprilwetter hat wieder viele Motorradfahrer auf die Straßen gelockt. Alleine in der zweiten Woche der Osterferien verunglückten fünf Motorradfahrer tödlich, insgesamt waren es in diesem Jahr schon acht. Im vergangenen Jahr starben 90 Motorradfahrer auf nordrhein-westfälischen Straßen. "Zu schnelles Fahren ist Ursache Nr.1 für tödliche Unfälle", erläuterte der Minister. Mehr als jeder dritte Verkehrstote auf nordrhein-westfälischen Straßen sei Opfer zu hoher Geschwindigkeit.
"Auch in allen Fällen, in denen die Motorradfahrer die Unfälle verursacht hatten, war zu hohe Geschwindigkeit die Unfallursache. In mehr als der Hälfte der Unfälle, bei denen Fahrer von Autos oder zum Beispiel Traktoren die Ursache für den Unfall gesetzt hatten, spielte zu hohe Geschwindigkeit der Motorradfahrer zumindest bei den schweren Folgen eine Rolle", so Wolf. Insbesondere zu Beginn der Motorradsaison müssen sich die übrigen Verkehrsteilnehmer erst wieder an die schmale Silhouette der Biker gewöhnen. Oft werden Motorradfahrer von Autofahrern nicht oder zu spät wahrgenommen. Wolf: "Zweiradfahrer haben keine Knautschzone. Bedenkt man, dass sich bei doppelter Geschwindigkeit der Bremsweg vervierfacht, müssen sich Motorradfahrer noch mehr als Autofahrer auf Fahrfehler der anderen einstellen."
Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Dennoch bleibe es wichtig, dass die Polizei die Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle durch Aufklärung und Verfolgung gezielt ins Visier nehme, betonte der Minister. Jeder Unfalltote bedeute Leid für viele Menschen. Wolf: "Familienangehörige, Freunde aber auch Kollegen, trauern um die Unfallopfer. Gerade die nächsten Angehörigen müssen nicht nur den Verlust des Ehemannes und Vaters verarbeiten." In vielen Fällen stünden die Familien nach einem Unfall vor großen wirtschaftlichen Problemen, so der Minister. Oft brauchen auch Unfallbeteiligte, Unfallzeugen und Helfer psychologische Hilfe, weil ihnen die grausamen Unfallbilder zu schaffen machen.
Der Kinospot kann ab dem 19. April unter www.polizei.nrw.de heruntergeladen werden.
Nicht grün
Motorradfahrer und Autofahrer bewegen sich im Straßenverkehr auf Kollisionskurs. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Expertenorganisation DEKRA unter 1.500 Autofahrern und Bikern. Drei von vier Motorradfahrern (76 Prozent) fordern von den Autofahrern mehr Rücksicht auf Biker. Umgekehrt verlangt jeder zweite Nicht-Biker (52 Prozent) von den Motorradfahrern mehr Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer. 40 Prozent der Befragten vertreten sogar die Meinung, dass sich Motorradfahrer und Autofahrer oft nicht wie Partner, sondern wie Gegner verhalten.
Der Befragung zufolge teilen zwei Drittel (69 Prozent) der Auto- und Lkw-Fahrer den verbreiteten Vorwurf, Motorradfahrer würden häufig gefährlich fahren. Erstaunlicherweise gibt ihnen darin jeder zweite Motorradfahrer (54 Prozent) recht. Außerdem wünschen sich 46 Prozent, dass Motorradfahrer in der Stadt und in der Nähe von Ausflugszielen den Motor weniger hochdrehen sollten.
Bei der Frage, wie man das Motorradfahren sicherer machen könnte, sprachen sich 61 Prozent (Biker: 64 Prozent) für ein regelmäßiges Fahrsicherheitstraining für Motorradfahrer aus, 56 Prozent (Biker: 58 Prozent) befürworten eine auffälligere Kleidung der Biker und 54 Prozent (Biker: 52 Prozent) sind dafür, Motorradfahrern Mindestkriterien für die Schutzkleidung vorzuschreiben.
Jeder zweite Befragte (50 Prozent) sieht einen Sicherheitsgewinn darin, neue Motorräder serienmäßig mit einem Anti-Blockiersystem auszustatten. Bei den Bikern, unter denen dieses Thema kontrovers diskutiert wird, sind es 61 Prozent. Sicherheit, das zeigt ein weiteres Ergebnis, darf die Attraktivität eines Motorrades nicht zu stark mindern: So kann sich bislang nur jeder dritte Motorradfahrer (32 Prozent) vorstellen, ein speziell auf Sicherheitsaspekte hin optimiertes dreirädriges Sicherheitsmotorrad (MPV) zu fahren.
Start in die Saison
Sportler würden ohne bewusstes Training ihre Leistung nicht abrufen können, wenn das ein anstehender Wettbewerb erfordert. Ganz ähnlich ist die Situation der Zweiradfahrer. Deren witterungsbedingte winterliche Fahrpause lässt Reflexe verkümmern. Auch wenn das Biker mit langjähriger Fahrerfahrung vielleicht nicht so sehen: Schnelles und richtiges Reagieren, das monatelang nicht gefordert war, will erst wieder trainiert sein.
Zweiradfahrer, die längere Zeit nicht auf ihrer Maschine saßen, werden nur nach umsichtigem Herantasten an ihr vorjähriges Können wieder fit für eine sichere Bewältigung alltäglicher Situationen. Die Sicherheitsexperten vom Allianz Zentrum für Technik empfehlen, erst einmal auf freien Flächen außerhalb des fließenden Verkehrs vorsichtig ein paar Lenk- und Bremsübungen zu machen, um das in der vorjährigen Fahrsaison antrainierte Geschick im Umgang mit dem Zweirad schneller wiederzuerlangen.
Ein sicherer Start ins neue Motorradvergnügen kann jedoch nur gelingen, wenn auch die Maschine rundum fit ist. Den gründlichen Check solcher Details, die die Betriebs- und Verkehrssicherheit gewährleisten, überlässt derjenige besser einer Fachwerkstatt, der sich dazu nur bedingt in der Lage sieht. Der Profi in der Werkstatt erkennt beispielsweise Lagerschäden an Laufrädern oder auch an der Lenkung, die den sicheren Geradeauslauf und das Handling der Maschine beeinträchtigen können. Auf jeden Fall müssen Reifenprofil und Reifenluftdruck in Ordnung sein und beide Bremsen einwandfrei funktionieren. Dazu sind Bremsflüssigkeitsstand und Bremsbeläge zu kontrollieren! Ohne intakte Blink- und Beleuchtungsanlage darf ebenso wenig gestartet werden wie etwa mit einer verschmutzten, ungeschmierten Antriebskette, die häufig auch nicht vorschriftsmäßig gespannt ist.
Nur wer mit zweckmäßiger Motorradbekleidung auf sein Zweirad steigt, schafft eine wichtige Voraussetzung für seine persönliche fahrerische Fitness und sichert, dass sich Blessuren im Falle eines Sturzes in Grenzen halten. Die Gefahr ist groß: Im Frühling können Frostaufbrüche auf Straßen und Streugutreste an deren Rändern Zweiradfahrer überraschend in Schwierigkeiten bringen. Auch deshalb erinnern die Sicherheitsexperten vom Allianz Zentrum für Technik daran, dass selbst bei kurzen Fahrten spezielle Biker-Bekleidung mit eingearbeiteten Protektoren, der Schutzhelm, festes Schuhwerk und schützende Fahrerhandschuhe unverzichtbar sind. Solche Vorsorge bleibt die einzige Lebensversicherung, falls sich ein Sturz oder Crash nicht mehr vermeiden lässt.
Unsicher
Wer ab 2005 über Ebay einen Motorrad-Helm der Marke Tornado gekauft hat, sollte sich schnellstens auf der Internetseite des Kraftfahrtbundesamtes (www.kba.de) umschauen. Diese Helme sind teilweise gefährlich, weil sie im Falle eines Sturzes nicht stabil genug sind. Mehr auf www.kba.de.
Bosch-ABS für Zweiräder
Als Innovation 2010 wurde vom ADAC das ABS-Bremssystem von Bosch für Motorräder prämiert. Bosch hat ein System entwickelt, dass es selbst bei kleineren Krads erlaubt, das Bremssystem einzubauen. Mehr erfahren Sie hier
Lob für Kawasaki
Anlässlich der Carole Nash NEC Motorcycle Show in Birmingham hat das britische Motorradmagazin MCN (Motor Cycle News) die Preise zu den „Bikes of the Year” vergeben. Hier siegte die Kawasaki ER-6f in der Kategorie „Bester Allrounder unter 750 cm3“. Dabei überzeugte die ER-6f die Jury aus MCN-Redakteuren rund um Chefredakteur Marc Potter durch ihr Talent, eine breite Zielgruppe an Fahrern anzusprechen, durch ihr sportliches Design und ihren fahrerfreundlichen Reihenzweizylindermotor: „Sie ist für Anfänger einfach zu fahren und kann dennoch auch erfahrene Piloten begeistern. Die ER-6f ist gut designt und hat einen großartigen Motor.“
Als „Highly recommended“ („Höchst empfehlenswert“) wurden auch Kawasakis Ninja ZX-6R in der Klasse „Bestes Sportbike unter 600 cm3“ und die Ninja 250R in der Klasse „Beste Maschine – Einsteiger“ geehrt.
Neue Website
Kawasaki hat seine Kunden-Websites mit einem neuen, frischeren Er-
scheinungsbild ausgestattet (www.kawasaki.de). So wurden die Websites neben einem neuen Layout in Funktionalität und Bediener-freundlichkeit optimiert. So wird es dem Kunden leichter gemacht, etwas über das Unternehmen, seine Produkte, Händler oder Racing-Aktivitäten zu erfahren.
Gefahren für Biker
Mit einfachen Mitteln lassen sich viele Motorrad-Unfälle bzw. schwerere Verletzungen vermeiden. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC. Leitplanken mit Unterfahrschutz, weiche nachgiebige Begrenzungspoller, neuer Asphalt und an einigen Stellen Tempobegrenzungen - so zeigt der Club auf - können das Risiko für Motorradfahrer deutlich reduzieren. Immerhin sterben fast 14 Mal mehr Motorrad-Fahrer als Autofahrer, so der ADAC.
Rutschig

Nicht nur für Autofahrer bildet das Herbstlaub eine große Gefahr.
Herbstgefahren
Vor allerlei Gefahren im Herbst warnen Polizei und Motorrad-Experten. Wildwechsel, der insbesondere während der Zeitumstellung auf Winterzeit besonders gefährlich ist (siehe auch hier) , Laub und Nässe auf der Straße, tiefstehende Sonne und die erste Glätte gefährden Motorrad-Fahrer, die im Herbst die erforderliche Sorgfalt missen lassen.
Rückruf
BMW hat rund 2100 Motorräder des Typs F 800 GS zurückgerufen, weil die Vorderrad-Steckachse brechen kann.
Suzuki Sondermodelle
Februar/März 2010 bringt Suzuki ein neues Sondermodell, Traveller, auf den Markt. Es basiert auf der DL 650 V-Strom
Lagerverkauf
Yamaha räumt sein Lager und bietet Joker-Bikes der Jahre 2008 und 2009 mit Preisnachlässen bis 2000 Euro.
Einbruch
BMW hat zwischen August 2008 und 2009 einen Einbruch auf dem Motorrad-Markt von rund 15 Prozent hinnehmen müssen; Stichtag der Feststellung war der 31. August.Bei den Neuzulassungen führt BMW mit der R 1200 GS aber vor Honda (CBF 600 S), Kawasaki(ER-6n) und Suzuki (GSF 1250 Bandit).
Bremsen
Gute Bremsen gehören unbestreitbar zu einem der wichtigsten Teile am Motorrad. Die Zeitschrift "Motorrad-Fahrer 11/2009) hat in einem ausführlichen Artikel viel rund um die verschiedenen Bremsen, die Technik und vieles mehr von A-Z zusammengetragen.
Herbst-Handschuhe
Acht Herbst-Handschuhe hat die Zeitschrift "Motorradfahrer" getestet. Den Sieg sicherte sich der BMW Allround 2. Er wurde auf Tragekomfort, Ausstattung, Wärmeisolation und Preis/Leistung verglichen. Ebenfalls Spitzenwerte erhielt der Hein Gericke Touring Classic. Die einzige (kleine) Schwäche leistete er sich beim Trage-Komfort. Genau so gut, nur etwas teurer, schnitt der IXS Boston ab.
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